Sinnvolle Prävention

Intervention und Prävention sind zwei Seiten einer Medaille. Sollten noch keine Maßnahmen für ein betriebliches Notfall- uns Trauermanagement (BNTM) ergriffen worden sein, um unerwünschte Ereignisse abzuwehren, gilt es vorbeugende Maßnahmen zu entwickeln, um im Fall der Fälle bestens gerüstet zu sein.

Zielsetzung des BNTM ist Sicherheit in der externen wie internen Kommunikation im Umgang mit existenziellen Krisen von Mitarbeitern zu gewährleisten, um Schaden vom Mitarbeiter und dem Unternehmen abzuwenden. BNTM versteht sich als sinnvoller Baustein einer mitarbeiterorientierten Personalarbeit, als Baustein des betrieblichen Notfall-, Gesundheits- und Eingliederungsmanagements und gilt als Ausdruck der Unternehmenskultur. Durch die Implementierung des BNTM erfährt das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) eine entscheidende Stärkung.

Ein funkionierendes BNTM ist Ausdruck von Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern und dient

  • der Verringerung von Unfallrisiken und Krankheitstagen,
  • einer schnellen Wiedereingliederung,
  • der Sicherung der Produktion und
  • der Reduzierung der Fluktuation.

In der Gesamtheit dienen alle Maßnahmen der Stärkung der Arbeitgebermarke.

Herausforderungen und Lösungen

Mitarbeiter erwarten von Unternehmern und Führungskräften Lösungen bei diesen Herausforderungen. Unternehmer haben schon aus Sicherheits – und monetären Gründen ein Interesse an einer Lösung.

  1. Vorbereitet sein auf schwere Krankheiten, Verlust, Tod und Trauer im Mitarbeiterstamm
  2. Grundkenntnisse über die Psyche von sterbenskranken und trauernden Mitarbeitern
  3. Persönlicher Kontakt mit der Familie des Betroffenen
  4. Kondolenz, das Stiefkind der geschäftlichen Korrespondenz und ein Horror für Trauernde
  5. Vorlage von konkreten Abläufen in der Krisenkommunikation
  6. Sinnvolle Rituale
  7. Fürsorgepflicht des Arbeitgebers (§§ 617 bis 619 BGB)
  8. Gefährdungsbeurteilung (§§ 5, 6 ArbSchG)
  9. Externe und interne Hilfen für Betroffene
  10. Gesprächsführung beim BEM
  11. Team auf die Rückkehr des Betroffenen vorbereiten
  12. Sinnvoller Eigenschutz
  13. Netzwerke aufbauen