Krisenintervention – Notfallmanagement

Verunfallt ein Mitarbeiter schwer, verstirbt ein Mitarbeiter im Unternehmen oder tritt ein Großschadensereignis ein,  steht dem Unternehmen in der Akutphase ein Kriseninterventionsdienst (KID) zur Seite. Die KID-Mitarbeiter sind speziell geschult in psychosozialer Notfallversorgung von Betroffenen. Auch unverletzte Beteiligte und Angehörige werden bei akut psychisch traumatisierenden Unfällen, Notfällen und Katastrophen fachlich bestens betreut. Wichtig ist, dass die Hilfe so schnell wie möglich nach dem Ereignis erfolgt, damit keine akute Belastungsreaktion auftritt.

Sofort einsetzende Intervention dient dazu, Betroffenen den nötigen Raum für ihre Situation zu geben. Durch die Anwesenheit der Spezialisten wird der Entstehung einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) vorgebeugt und Betroffene werden wieder schneller handlungsfähig. Eine mögliche psychiatrische Betreuung ist nicht die Aufgabe der Krisenintervention.

ACHTUNG: Die Betreuungsdauer des KID lag in den letzten 20 Jahren bei durchschnittlich 123 Minuten.

Was bedeutet das für das Unternehmen? Nach dem Abrücken des KID liegt die Betreuung der Betroffenen in Händen des Unternehmens. Ein präventiv implementiertes betriebliches Notfall- und Trauermanagement (BNTM) unterstützt Verantwortliche und Führungskräfte in ihrer schweren Arbeit.

Gibt es kein BTNM im Unternehmen unterstützen wir Sie als externer Spezialist in dieser Phase wie auch präventiv.

Betriebliche Auswirkungen

Die Trauerforschung geht davon aus, dass bei jedem Todesfall mindestens vier bis fünf Menschen tief trauern. Bei jährlich über 900.000 Todesfällen, (incl. 135.000 Menschen, die im berufsfähigen Alter versterben) und geschätzten 200.000 Fehlgeburten in Deutschland, ist es einfach auszurechnen, wie hoch der Anteil der Betroffenen ist.

Wenn Trauer und existenzielle Krisen von Mitarbeitern ignoriert werden, kann das gewaltige Kosten verursachen durch

  • Zunahme von Krankmeldungen
  • Störungen im Produktionsablauf
  • Verringerung der Produktivität aller beteiligten Mitarbeiter
  • Häufung von Fehlern und Qualitätsmängel
  • Häufung von Unfällen
  • Zunahme von Konflikten
  • Verschlechterung des Betriebsklimas
  • Einstellung zusätzlicher Aushilfskräfte
  • Versetzungen
  • Kündigungen und Verlust von qualifizierten Mitarbeitern
  • Kosten durch Neueinstellung und Einarbeitungen
  • Imageschäden intern wie extern

Alle Parameter sind Reaktionen und Ausdruck von fehlenden Strukturen und führen unweigerlich zu Konsequenzen für das Unternehmen und die Mitarbeiter. Das muss nicht sein.

Implementierung BNTM

Die Implementierung des betrieblichen Notfall- und Trauermanagement (BNTM) berücksichtigt die individuellen Gegebenheiten im Unternehmen, sodass alle Führungskräfte Antworten und Lösungen auf viele Fragen haben. Hier ein Bruchteil an möglichen Fragen, um die größten Herausforderungen für Sie als Unternehmensleitung, Personalleitung, Betriebsrat, Betriebsmediziner, Führungskräfte, Sozialberatung, Sicherheitsbeauftragte zu beantworten.

  1. Was wird von uns als Unternehmen erwartet?
  2. Wie verhalten wir uns als Unternehmen in dieser Situation richtig?
  3. Wie lange ist die Produktion unterbrochen?
  4. Wie geht es mit dem Unternehmen weiter?
  5. Wie gehen wir in dieser Situation mit der Familie des verstorbenen Mitarbeiters angemessen um?
  6. Wie können wir die Familie unterstützen?
  7. Wie können wir unsere Mitarbeiter aktiv unterstützen?
  8. Was wird von mir als Führungskraft erwartet?
  9. Wie kann ich als Führungskraft mein Team unterstützen?
  10. Wie stark ist die Sicherheit unseres Unternehmens gefährdet?
  11. Was ist, wenn die Presse auf uns zukommt?
  12. Wer von der Unternehmensleitung kommuniziert nach außen?
  13. Wer kommuniziert mit den Mitarbeitern über welche Kanäle?
  14. Welche Auswirkungen wird die Trauer/der Tod auf unsere Arbeit und/oder auf die Produktion haben?
  15. Welche sinnvollen Netzwerke gilt es im Vorfeld aufzubauen?
  16. und so weiter…

Schon wenn Sie drei Fragen nicht spontan beantworten können, nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Die Presse ist voll von negativen Beispielen nicht vorbereiteter Unternehmen. Da müssen Sie sich nicht noch einreihen.

Lösungen

Im Fall der Fälle ist eine rechtzeitige Unterstützung durch externe Krisenhelfer sinnvoll, um einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes und negativen Auswirkungen auf den Arbeitsalltag vorzubeugen.
Um der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gerecht zu werden, empfiehlt es sich, vorausschauend das betriebliche Notfallmanagement um den Baustein Betriebliches Trauermanagement zu ergänzen.

Was Sie bei der Auswahl Ihres Partners berücksichtigen sollten, haben wir in einer Checkliste für Sie zusammengefasst. Auf Anfrage senden wir Ihnen gerne die Checkliste „20 Punkte, die Sie bei der Auswahl des Krisenmanagers „Betriebliches Trauermanagement“ beachten sollten“ zu.